Archiv der Kategorie: Stadtentwicklung

Eine Stadt macht Karriere

Warum eigentlich nicht?

Andreas Schulte, Listenplatz 4

Programm der FDP Pfungstadt zur Kommunalwahl am 14. März 2021-> Eine Stadt macht Karriere

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Andreas Schulte, Kandidat der FDP Pfungstadt für die Kommunalwahl am 14. März 2021

FDP-P, 09. Februar 2021

An uns soll’s liegen! -> Kandidatenliste

Germania und Stadtentwicklung

Die Umsiedlung des RSV Germania aus dem Industriegebiet wird aus städtebaulicher Sicht schon länger diskutiert und erhält nun mit dem geplanten Brauereineubau neue Dringlichkeit.

Die aktuell in den politischen Gremien diskutierte Variante eines Umzugs des RSV Germania 03 e.V. in das Sport- und Freizeitgelände Süd hält die FDP-Pfungstadt nicht für die einzige, auch nicht unbedingt für die optimale Variante.

Die Fraktion der FDP Pfungstadt regt an, die Gespräche zwischen RSV und TSV Pfungstadt wieder aufzunehmen – eine Zusammenführung beider Vereine können wir uns vorstellen, zum gegenseitigen Vorteil beider ebenso, wie zur Optimierung der städtebaulichen Ordnung und der Konsolidierung der Vereinsarbeit in Pfungstadt. Wichtig für uns: Die Entscheidung liegt bei den Vereinen, beim RSV. Die Politik, die Verwaltung sollte zu den Gesprächen anregen, diese ggf. moderieren.

Unser Mitglied Christian Kast meint hierzu: 

Die Unabhängigkeit der RSV Germania 03 Pfungstadt darf nicht genommen werden. Der Verein ist verhandlungsbereit und steht einem Umzug nicht im Weg. Selbstverständlich muss der Spielbetrieb gesichert werden! Bei dem freiwerdenden derzeitigen Areal im Herzen von Pfungstadt (dem Brauereigelände) handelt es sich wie Herr Lilge (im Darmstädter Echo) richtig feststellt um ein Filetstück an seltenem Baugebiet. Hier sollten sich alle Fraktionen ihrer Verantwortung bewusst sein und die richtige Lösung für das Areal finden. Wie Herr Lilge ebenfalls richtig feststellt, muss, wenn auf dem derzeitigen Areal der Brauerei ein Wohngebiet entsteht, die Verkehrsbelastung durch LKW so gering wie möglich gehalten werden. Ein starkes Argument für einen Brauereineubau im Industriegebiet.

FDP Pfungstadt, Christian Kast

FDP-P, 24. Januar 2021

„Einwohnerveredelung“, Teil IV

Mitte letzten Jahres wurde von der Stadt Pfungstadt Einspruch gegen die Pläne der hessischen Landesregierung eingelegt, die kommunale Selbstverwaltung zu beschneiden, Pfungstadt den Status als Mittelzentrum zu verkürzen. Dies geschah im Einvernehmen der politischen Fraktionen, selbstverständlich auch mit der Zustimmung der FDP Fraktion.

Die schwarz-grüne Landesregierung hat nun auf unseren Einspruch reagiert – ohne auf die anwaltlich vorgelegten und aufbereiteten Einwände Pfungstadts einzugehen, aber mit Fristsetzung einer erneuten Stellungnahme. Die Bürokratie funktioniert, der politische Verstand nicht.

In der heutigen HFW Sitzung wird nun über den erneuten, inhaltlich kaum anders lautenden Einspruch Pfungstadts entschieden – wir hoffen auf große Zustimmung im Stadtparlament. Wie geschrieben, das juristische Fazit zu den Plänen der schwarz-grünen ist gleich geblieben, Zitat:

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einordnung der Ef. als Mittelzentrum in Kooperation im Verdichtungsraum (V II) nicht haltbar ist; ihr ist vielmehr – antragsgemäß –der Status eines Mittelzentrums + im Verdichtungsraum (V I) zuzuweisen.

Zum einen sind nämlich die Annahmen/Grundlagen der ausliegenden Unterlagen teilweise unzutreffend, zum anderen erfolgte die Einordnung der Mittelzentren entgegen den eigenen Vorgaben bzw. der maßgeblichen Charakteristika, in nicht nachvollziehbarer, mithin willkürlicher Art und Weise.

Ferner mangelt es der Zielfestlegung an der notwendigen Bestimmtheit.
Zuletzt genügt die Einordnung der Ef. als Mittelzentrum in Kooperation im Verdichtungsraum nicht den Anforderungen an eine abwägungsfehlerfreie Entscheidung. Vielmehr sind die einzubeziehenden Grundsätze der Raumordnung nicht bzw. entsprechend ihres Gewichts bzw. ihrer Bedeutung einbezogen worden, ebenso wenig die rechtlichen und tatsächlichen Folgen auf Seiten der Ef.

Letztlich steht ein Verstoß gegen die kommunale Selbstverwaltungsgarantie, Art. 28 Abs. 2 GG, § 137 HV, fest.

https://sdnet.pfungstadt.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZUaKFiIFzcbinCXd64lpG_yeCR2X7deCcFcqG7WY_MLm/Vorentwurf_Stellungnahme.pdf

Unser Tipp: Augen auf in der Wahlkabine – FDP wählen!

FDP-P, 05. Januar 2021

Es ist möglich!

Lass uns das erste kommunale Schwimmbad ohne Zuschuss bauen und organisieren!

80 % der Bürger in Pfungstadt wollen die erneute Eröffnung unseres Schwimmbads in Pfungstadt. Die Stadtverordnetenversammlung hat gemeinsam mit den Stimmen der FDP Pfungstadt nun den Magistrat beauftragt diesen Wunsch umzusetzen.

Der Beschluss hat Mängel. Lösungen für wichtige offene Fragen auf dem Weg zur Umsetzung fehlen nach wie vor, deshalb hat die FDP Pfungstadt den Kurs stets kritisch begleitet. Wir sehen durch das Schwimmbad Risiken für die Haushalte der Stadt Pfungstadt für die kommenden dreißig Jahre.

Die Entscheidung unserer Bürger war aber deutlich und klar. Darüber haben wir uns gefreut und werden nun den Weg zum neuen Schwimmbads konstruktiv begleiten. Aus unserer Sicht startet dies mit Zielen:

Ziel 1: Klar. Wir wollen bis zum Hessentag 2023 ein neues Schwimmbad in Pfungstadt.

Ziel 2: Lasst uns gemeinsam das erste kommunale Schwimmbad (auf Grundlage des Vorschlags des Dachverbands) ohne jährlichen Zuschuss aus dem Haushalt bauen und bewirtschaften.

Ziel 3: Ein Schwimmbad muß energetisch und von der CO2 Bilanz auf dem neuesten Stand sein. Wir wollen alle Möglichkeiten nutzen, die Energie und Umweltverbrauch so gering wie möglich zu halten

Ziel 4: Attraktives, familienfreundliches Schwimmbad. Dazu gehört ein großzügiges Freibad.

Ist dies möglich? – Es wird bestimmt nicht einfach -. Doch ambitionierte Ziele zu haben ist besser, als einfach zu sagen: wir geben 820.000 Euro pro Jahr aus. Das wollen wir nicht akzeptieren!

Wir wollen wir dies erreichen? Dies sind erste Ideen und bestimmt nicht vollständig. Doch Sie sollen eine Diskussion starten:

  1. Alles Expertenwissen der Stadt konzentrieren: Der Dachverband hat schon super viel Wissen und bestimmt Kontakt. Wir wollen alle Bürger einladen Ihr Wissen mit einzubringen. Das Schwimmbad wird das Schwimmbad von uns allen und ist das Projekt für die Stadt in den kommenden 10 Jahren. Bildung einer Kommission!
  2. Investoren: Finden wir doch noch Investoren, die bereit sind hier zu investieren. Vielleicht bezahlt uns sogar eine Privatperson ein Teil des Schwimmbads. Lasst uns hier kreativ sein.  
  3. Kostenmanagement: Wo werden die jährlichen Kosten entstehen? Wie können wir diese Kosten halbieren. Was ist möglich? Wen brauchen wir, um dies zu erreichen? 
  4. Schulschwimmen: Es wird ein Schwimmbad für Schüler und die Klassen im Landkreis. Lasst uns heute schon Kontrakte mit dem Landkreis und den Schulen auch außerhalb von Pfungstadt machen.
  5. Familienfreundlichkeit: Wie können wir das Schwimmbad interessant für die Familien machen? Dazu braucht es mehr als nur große Fenster eines Hallenbads. Alle Familien des Landkreises sollen nach Pfungstadt kommen und das „Familienschwimmbad“ im Umkreis von 50 km wird eine hohe Besucherzahl haben.

Wir möchten gemeinsam mit dem Dachverband und dem runden Tisch zum Schwimmbad über diese Ziele sprechen und diskutieren. Auf was können wir uns einigen und welche Ziele setzen wir uns.

Unterstützt uns bei diesem Weg, denn: An uns soll`s liegen

Pressekontakt

Marc Schneider

Sprecher Stadtentwicklung der FDP Pfungstadt

Telefon: 0173 3149 642
E-Mail: marc.schneider@fdp-pfungstadt.de

Mathias Zeuner

Vorstandsvorsitzender der FDP Pfungstadt, Stadtrat

Telefon: 06157 8080 791
E-Mail: mathias.zeuner@fdp-pfungstadt.de

FDP Pfungstadt, 16. Dezember 2020

Umgehung Eschollbrücken

Ortstermin zur geplanten und vom Verkehrsminister verschleppten Umgehung Eschollbrücken. vlnr: Horst Schultze, Jürgen Lilge, Stefan Naas, Mathias Zeuner. Moritz Promny am Auslöser

Der verkehrspolitische Sprecher der FDP Fraktion im hessischen Landtag Dr. Stefan Naas sowie der Generalsekretär der FDP Hessen und MdL Moritz Promny waren zusammen mit Vertretern der FDP Kreistagsfraktion um Horst Schultze auf verkehrspolitischer Rundreise im Landkreis Darmstadt Dieburg.

Besichtigt wurden einige der Versäumnisse des grünen Verkehrsministers. Natürlich auch auf der Liste: Ortsumgehung Eschollbrücken. Zur Erinnerung: Die dringend notwendige Entlastung der Eschollbrücker Innenstadt wurde 2018 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen und ins Planungsportfolio von Hessen Mobil aufgenommen. Also der Straßenplanungsbehörde in Hessen, die der grüne Verkehrsminister am liebsten abschaffen würde. Das kann er nicht, also läßt er sie personell verhungern. Ohne Kapazitäten keine Planung.

Da der Verkehrsminister die Kommunen im Stich läßt, schließen sich die Kommunen Groß-Bieberau, Groß-Umstadt, Reinheim und Pfungstadt zu einer Planungsgemeinschaft zusammen, wie das auch von BgM Patrick Koch in der Pfungstädter Woche angekündigt wurde. Natürlich unterstützt von der Kreis und Landes FDP!

Die Situation wurde am Römerbrunnen vom Fraktionsvorsitzenden und Ortsbeirat der FDP Pfungstadt Jürgen Lilge und Stadtrat Mathias Zeuner geschildert.

#fdppfungstadt#eschollbrücken#anunssollsiegen

MZ, 24. November 2020

Landeszuschuss ohne Bedingungen

FDP Pfungstadt veranlasst Kleine Anfrage im Landtag

Nur unter strengen Auflagen hat das Land Hessen einen Zuschuss von 600.000 € für die Sanierung der Bahnhofstraße in Pfungstadt in Aussicht gestellt (wir haben berichtet). „Einen Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung“ nennt dies die FDP Fraktion in der Pfungstädter  Stadtverordnetenversammlung.

Nun hat man dieses Problem in den Landtag gebracht. Der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Naas hat das Thema in Form einer Kleinen Anfrage im Landtag zur Debatte gestellt.

Im Mittelpunkt dieser Kleinen Anfrage steht seine Fragestellung „Teilt die Landesregierung die Auffassung, dass die Stadt Pfungstadt gemäß §93 HGO nicht auf die genannte Förderung des Landes verzichten darf? Falls ja: Wie ist das mit der kommunalen Selbstverwaltung nach Art. 28 Abs. 2 GG vereinbar?“

Die Pfungstädter Liberalen möchten vermeiden, dass das Land der Stadt ein Straßenkonzept aufzwingt, dass wichtige Ziele, wie zum Beispiel die Einführung von Tempo 30 in der vielbefahrene Nord-Süd-Achse, außer Acht lässt oder unmöglich macht.

Man hofft, mit dem Verkehrsministerium hierzu ins Gespräch zu kommen, um für den Fall Bahnhofstraße zu einvernehmlichen Rahmenbedingungen zu kommen; aber auch wegen der grundsätzlichen Bedeutung, welche die Verknüpfung von Fördermitteln mit umfassenden Gestaltungsvorschriften durch das Land für die Selbstverwaltung einer Kommune hat.

Nicht nur die FDP-Fraktion im Pfungstädter Parlament dürfte gespannt sein auf die Antwort der Landesregierung.

FDP-P, 16. November 2020

Umfrage Schwimmbad

In Vorbereitung auf die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene repräsentative Meinungsumfrage zum Thema Schwimmbad in Pfungstadt, wurde in der aktuellen Pfungstädter Woche umfangreich über mögliche Konzepte für ein Schwimmbad berichtet.

Alle Fraktionen hatten Gelegenheit ihre Positionen darzulegen, hier die Position der FDP Pfungstadt:

Die FDP Pfungstadt unterstützt grundsätzlich ein Schwimmbad, das den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird. Dazu gehört besonders die Frage der Finanzierung. Diese muss langfristig und solide sein, um eine erneute finanzielle Überlastung des Haushalts zu vermeiden.

Ein Erfolg der langen und arbeitsreichen Bemühungen des Dachverbands ist die Zustimmung der Stadtverordneten im Juni 2019 zum Schwimmbad. Im Beschluss der Stadtverordneten fehlt jedoch ein Konzept zur Finanzierung. Diese Frage wurde der Stadtverwaltung zur Erarbeitung durch den Magistrat übergeben.

Das Schwimmbad liegt, je nach Variante, bei rund 10 Mio. Euro Baukosten. Abzuziehen sind rund 2,95 Mio Bundeszuschüsse. Bleiben rund 7 Mio. Euro Restkosten, die über den Betreiber zu finanzieren sind. Hier kann die Stadt mit Bürgschaften unterstützen. Notwendige Mittel zum Bauplatz und der Baureifmachung können unserer Meinung nach aus städtischen Mitteln gefördert werden.

Als problematisch sehen wir die laufende Finanzierung eines Bades. Hier wären pro Jahr zwischen 787.000 und 1,16 Mio. Euro nötig um einen laufenden Betrieb zu erhalten. Auf 30 Jahre betrachtet also ein Zuschuss von circa 30 Mio. Euro. Dies bedeutet eine Mehrbelastung von ca. 40,- Euro je Einwohner – bei 4 Personen im Haushalt also schon rund 160 Euro pro Jahr – da die städtischen Finanzen dies nicht auffangen können. Nicht berücksichtigt sind dabei steigende Kosten. Dies belastet die nächste Generation für 30 Jahre.

Unserer Auffassung nach darf der Zuschuss aus dem Haushalt der Stadt max. 350.000 Euro pro Jahr betragen, um keine Mehrbelastung zu schaffen. Dies bedeutet nicht das Aus für ein großes Bad, wie wir es kennen: allerdings müssen die Parteien bereit sein, einen privaten Investor zu finden, was bisher blockiert wurde.

Da keine der 3 vorgestellten Varianten innerhalb unserer maximalen Bezuschussung liegt, muss nun der Bürger entscheiden, ob er eine individuelle Mehrbelastung oder eine Kürzung städtischer Leistungen für das Schwimmbad in Kauf nimmt. Wir werden das Ergebnis der repräsentativen Umfrage respektieren und an der Umsetzung des mehrheitlichen Bürgerwillens arbeiten.

FDP Pfungstadt Oktober 2020 https://www.pfungstadt.de/sites/default/files/fileattach/kw42-14-10-2010-sonderseiten-1-3-schwimmbad.pdf

FDP-P, 14. Oktober 2020

Die Platte kommt nach Pfungstadt

Plattenbau, Typ w-70 in Zielona Góra (Grünberg) in Polen. Der Typ W-70 ist verwandt mit dem ostdeutschen Typ WBS70. Quelle: Wikipedia

Der ostdeutsche Plattenbau ist steingewordenes Zeugnis des Versagens eines zentralistischen, politisch gesteuerten Wohnungsmarktes. In der Stadt Pfungstadt wird daran gearbeitet, diesem Negativziel möglichst schnell nahezukommen.

Die Stadtverordnetenversammlung hat ja bekanntermaßen dafür gesorgt, das Wohnraumentwicklung in Pfungstadt nur möglich ist, wenn entsprechende Grundstücke vorher von der stadteigenen Entwicklungsgesellschaft gekauft und bereit gestellt werden.

Die kommunale Wählervereinigung UBP, in der Vergangenheit insbesondere dadurch auffällig, das sie vernünftige Beschlüsse ablehnt, hat nun einen bestechend naiven Vorschlag gemacht: Man möge doch bitte von Seiten der Stadt, des Magistrats ein Konzept entwickeln, wie man sich noch etwas schneller in Richtung Platte entwicklen kann: Die Erschließungskosten von Baugebieten solle doch bitte in Zukunft von den Grundstückseigentümern bezahlt werden, deren Grundstücke man für die Entwicklung städtischer Baugebiete bräuchte. Um die städtischen Finanzen zu schonen. Kein Witz. Auch kein Witz: Eine Mehrheit der Bürgervertreter hält diese Pippi-Langstrumpf Politik für richtig, hat dem Vorschlag der Hobby-Sozialisten zugestimmt.

Die FDP Pfungstadt natürlich nicht. Wir fordern weiter eine marktwirtschaftlich orientierte Wohnungsbaupolitik in Pfungstadt. Wir fordern die faire Behandlung von Grundstückseigentümern, deren Grundstücke man bebauen möchte. Wir fordern eine soziale, freie und faire Bau- und Projektentwicklungswirtschaft in Pfungstadt. Wir fordern, dass nicht nur der soziale Wohnungsbau in Pfungstadt politisch vorangetrieben wird, sondern auch die Schaffung höherwertigen Wohnraums. Von Wohnungen und Einfamilienhäusern, die nicht nur auf Kosten der Allgemeinheit und dem begrenzten planerischen Sachverstand der Stadtverordnetenversammlung zustande gekommen sind, sondern von privatwirtschaftlich organisierten Fachleuten geplant und entwickelt werden.

Wem die Platte besser gefällt soll nach Grünberg fahren.

FDP-P 08. Oktober 2020

Grüße vom Landvogt

Die Sanierung der Bahnhofstraße in Pfungstadt ist das jüngste Beispiel dafür, wie die schwarzgrüne hessische Landesregierung die kommunale Selbstverwaltung aushöhlt. Die FDP Pfungstadt wehrt sich, Artikel des Darmstädter Echos.

Bahnhofstraße Pfungstadt – Google Maps

In Wiesbaden scheinen sich Konservative und Grüne einig zu sein: Die Selbstbestimmung der Kommunen in Hessen muß eingeengt werden. Beispiele für die schleichende Beschneidung der Eigenverantwortung gibt es genug: „Starke Heimat“ Hessen, Landesentwicklungsplan 2020, und aktuell eben die Mittelzuweisung zur Sanierung der Bahnhofstraße. Die FDP Pfungstadt hat die Landes FDP zu Hilfe gerufen, und mit Dr. Stefan Naas, MdL, verkehrspolitischer Sprecher der FDP Landtagsfraktion einen starken Verbündeten gefunden um die Regierung zur Rückkehr zu Artikel 28, Absatz 2 des Grundgesetzes zu bewegen. Beim Ortstermin am 23.09.2020 war auch das Darmstädter Echo dabei, Zitat:

Der Sachverhalt: Die Stadt Pfungstadt will die Bahnhofstraße in der Stadtmitte von Grund auf sanieren. Die Kosten schätzen die Planer auf 5,1 Millionen Euro. Das Land Hessen würde sich daran über ein Förderprogramm mit 600 000 Euro beteiligen. Um das Geld zu erhalten, müssen Bedingungen erfüllt sein. Dazu zählt laut der Straßenbauverwaltung des Landes, Hessen Mobil, „eine beidseits durchgehende Fußgänger- und Radwegeführung entlang der Hauptverkehrsstraße“. Das bedeutet, dass die Parkplätze vor der katholischen Kirche und zwei Arztpraxen wegfallen, weil der zur Verfügung stehende Platz nicht auch noch für Stellplätze ausreicht. Pfungstadt hat zudem keine Wahl, muss die Förderung annehmen. „Die Stadt darf nicht bewusst auf Zuschüsse verzichten“, begründet Bürgermeister Patrick Koch (SPD) und verweist auf rechtliche Vorgaben. Pfungstadts FDP-Chef Mathias Zeuner sieht darin die Selbstverwaltung der Stadt tangiert. Die Freien Demokraten hätten deshalb auch nur mit einem „gewissen Zähneknirschen“ der Sanierung und damit dem Wegfall der Parkplätze zugestimmt. „Wir würden uns wünschen, dass die Landesregierung das Geld ohne diese Bedingungen weitergeben würde“, erklärt die FDP.Hessen Mobil verweist indes auf die Bedingungen des Förderprogramms. Auf den Fußweg und den Schutzstreifen für Radfahrer könne nicht verzichtet werden, hatte der zuständige Baudirektor erklärt.In der Bahnhofstraße ist der Wegfall der Parkplätze aber auch mit dem Thema Verkehrssicherheit verbunden. „Viel mehr Sorge, als dass es keine Parkplätze gibt, macht mir, dass schneller gefahren wird, wenn die parkenden Autos als Hindernisse nicht mehr da sind“, sagt Pfarrer Christoph Nowak. Auch Axel Sperlich, der neben der Kirche seine Arztpraxis hat, ist nicht wohl bei dem Gedanken, dass künftig freie Bahn herrscht, „wenn die einbremsende Wirkung der parkenden Fahrzeuge wegfällt“. Mit seiner Kleinen Anfrage will der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Naas klären, auf welcher Rechtsgrundlage die Förderbedingungen basieren. „Wenn das Landessache ist, können wir auch im Land etwas ändern“, kündigte Naas an.

https://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/pfungstadt/pfungstadter-fdp-wehrt-sich-gegen-eingriff-in-selbstverwaltung_22330367

FDP-P, 28. September 2020

Bahnhofstraße wird saniert

Die Stadtverordnetenversammlung Pfungstadt hat am 31.08.2020 mit den Stimmen der FDP Pfungstadt die Erweiterung des Bauprogrammes „2017 bis 2021“ um die Sanierung der Bahnhofsstraße beschlossen, siehe Punkt 16 und 16.1 in der -> Niederschrift der StVV. Beratungsergebnis: 15 Stimmen dafür (7SPD, 4CDU, 2FW, 2FDP), 12 dagegen (7UBP, 4FGL, 1FW), 1 Enthaltung (1SPD)

Dagegen waren natürlich die Unabhängigen Bürger Pfungstadts. Warum aber die Freie Grüne Liste?

Für die Sanierung der Bahnhofstraße stellt uns der grüne hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir 600.000 EUR Landessteuergelder zur Verfügung. Erfreulich. Noch erfreulicher wäre es natürlich, würden der grüne Al-Wazir und sein Ministerium die Gelder nicht an Bedingungen knüpfen: Parkplätze müssen auf Anordnung der Grünen entfallen, und: eine Reduzierung von Tempo 50 auf Tempo 30 ist mit dem grünen Verkehrsministerium nicht machbar. Das akzeptiert die FGL nicht. Zurecht wie wir finden; aber durch die Sanierung ändert / verschlechtert sich die Situation in der Bahnhofstraße nicht – eine Reduzierung auf Tempo 30 ist so oder so aufgrund der Landesregulierung nicht möglich

Aber Pfungstadt läßt die Landespolitik nicht hilflos zurück: Ebenfalls auf Beschluss der StVV wird der Magistrat Pfungstadts versuchen, die auf grünes Geheiß verschwindenden Parkplätze auf dem zu entwickelnden Gelände der Fa. Seidel zu ersetzen.

Ob und wie es mit den Bestrebungen um Tempo 30 in der Bahnhofstraße weitergeht ist offen; Das Problem besteht auch bei der ebenfalls zu sanierenden Freiliggrathstraße, dort noch extremer: Das grüne Land verlangt die Aufhebung der bestehenden Tempo 30 Zone. Vielleicht hilft ja die nächste Landtagswahl.

MZ, 03. September 2020