Kirchmühle – Wiedereröffnung in Gefahr

Die Pfungstädter Kirchmühle ist wertvoller Bestandteil des kulturellen Erbes der Mühlenstadt Pfungstadt. Dieses Kulturdenkmal zu erhalten, zu pflegen, und vor allem der Öffentlichkeit zugänglich zu machen ist das erklärte Ziel der FDP Pfungstadt. 

Mit dem Ehepaar Lutz Landwehr und Sabine Landwehr-Zloch haben sich nun Investoren und Käufer gefunden, die ein modernes Nutzungskonzept in der Kirchmühle etablieren wollen. Die Kirchmühle, im Herzen der Altstadt Pfungstadts, soll wieder nutzbar werden, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Es ist geplant dort eine attraktive Gastronomie und Büroflächen anzubieten. Ein Baustein des Konzepts ist die Anmietung der „Tenne“ im OG der Kirchmühle durch die Stadt Pfungstadt zur Nutzung als Ausstellungsraum für Exponate der Pfungstädter Historie. So wird die Kirchmühle wieder zum kulturellen und wirtschaftlichen Gewinn für Pfungstadt. Ein gelungenes Beispiel für ein Private-Puplic-Partnership Projekt, Daumen hoch.

Wir sind nun sehr erstaunt, dass es hier eine Gemeinschaft aus UBP, FW, CDU und FGL gibt, die dieses Konzept ablehnt. Für die FDP Pfungstadt nicht nachvollziehbar ist auch die Begründung, mit der in der StVV am 14.12. dieses sinnvolle Projekt verhindert werden soll: Die Tenne ist nicht barrierefrei. Das stimmt. Und das bleibt sie auch, wenn das Projekt am Montag abgelehnt wird. Wem ist damit geholfen? 

Die erschwerte Zugangssituation im ersten Stock, die ja nun mal der Historie des Gebäudes geschuldet ist, läßt sich mit wenig Aufwand und etwas Kreativität problemlos erleichtern.

Die FDP Pfungstadt hat sich mit der Familie Landwehr abgestimmt, über die selbstverständlich vorhandenen Möglichkeiten, den Zugang zum ersten Stock auch barrierefrei zu gestalten unterhalten. Sich über die Situation aus erster Hand zu informieren, mit Stadt, Kulturbetrieb und Käufern zu reden, das Konzept erstmal zu verstehen, bevor man es ablehnt, haben UBP, FW, CDU und FGL offensichtlich versäumt. Schade.

Die FDP Pfungstadt wird sich dem Kompromissvorschlag der SPD anschließen und hoffen, dass dieses wichtige Projekt für Pfungstadt nicht, mal wieder, an ideologischen Widerständen scheitert.

FDP-P, 11. Dezember 2020